Warum ein Ansteckungsrisiko bei Drogenkonsum besteht

Hepatitis C wird von vielen als Erkrankung wahrgenommen, die in erster Linie drogenabhängige Personen betrifft. Das Virus ist zwar im Drogenmilieu verbreitet, allerdings sind nicht alle Personen, die Drogen konsumieren, auch automatisch Hepatitis C infiziert und umgekehrt. Erfahren Sie, unter welchen Umständen ein Infektionsrisiko in Drogenkreisen besteht.

Prinzipiell gilt: Wer mit infiziertem Blut in Kontakt kommt, kann sich mit Hepatitis C anstecken. Das kann in folgenden Fällen passieren:

  • „Needle Sharing“: Wenn beim intravenösen Drogenkonsum dieselbe Spritze von mehreren Personen verwendet wird, besteht hohes Infektionsrisiko. Über Blutreste, die sich auf der Nadel befinden, kann das Virus leicht übertragen werden. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von „Spritzenhepatitis“.
  • Gemeinsame Verwendung von Ziehröhrchen: Auch beim nasalen Konsum von Kokain oder Crystal Meth können Blut- oder Gewebereste an den Ziehröhrchen verbleiben. Wird dieses Ziehbesteck von mehreren Personen verwendet, besteht Ansteckungsgefahr.

Um das Virus effektiv zu bekämpfen, ist neben der richtigen medikamentösen Behandlung ein gesunder Lebensstil wichtig.

Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person mit Drogen Kontakt haben und etwas dagegen unternehmen möchten, dann stehen Ihnen in Österreich unterschiedliche Beratungsstellen zur Verfügung.

Hilfe finden Sie unter www.beratungsstellen.at.


War dieser Artikel für Sie hilfreich?
Ja Nein
Wie können wir diesen Artikel verbessern?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren: