Hepatitis C – eine Erkrankung der älteren Generation?

Haben Sie sich schon mal gefragt, warum viele ältere Menschen an Hepatitis C leiden? Hier erfahren Sie, warum das so ist, wie es zu den Ansteckungen gekommen ist und wann Sie sich testen lassen sollten.

Warum 1992 plötzlich alles anders war.

Hepatitis C wurde erst 1989 entdeckt und ist seit 1992 durch genaue und verlässliche Tests im Blut nachweisbar. Davor gab es eine Reihe von unbewussten Ansteckungen bei Bluttransfusionen, Organtransplantationen oder über Blutprodukte.

Viele merkten nicht einmal, dass sie infiziert waren, weil sich das Virus nicht immer in Symptomen äußert. Nur 20% der Betroffenen spüren typische Symptome wie Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Fieber, Übelkeit und Bauchschmerzen. Manchmal zeigen sich die Symptome erst nach 30 Jahren oder die Infektion wird im Rahmen einer Routineuntersuchung oder einer Blutspende festgestellt. Wer nicht weiß, dass er infiziert ist, kann andere leichter anstecken.

Es ist auch schwierig Zeitpunkt und Quelle der Infektion nachzuvollziehen: Ob Sie sich bei Ihrem Partner, bei einer Behandlung beim Zahnarzt – durch verunreinigte Spritzen oder andere medizinische Instrumente – oder über eine Bluttransfusion angesteckt haben, bleibt manchmal reine Spekulation.

Wer sich testen lassen sollte.

Wenn Sie vor 1992 eine Organtransplantation vornehmen ließen, eine Bluttransfusion oder in den 80er-Jahren blutgerinnende Medikamente erhalten haben, sollten Sie sich sicherheitshalber auf Hepatitis C testen lassen. Die Erkrankung äußert sich oft gar nicht oder nur in sehr unspezifischen Symptomen.


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