Hepatitis C und Bluttransfusionen

Kann Hepatitis C noch durch Bluttransfusionen übertragen werden? Besteht Ansteckungsgefahr bei Organtransplantationen oder anderen Operationen? Und warum kam es früher zu so vielen Ansteckungen? Hier finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Fragen rund um das Thema Hepatitis C und Übertragung durch Bluttransfusionen.

Warum die Ansteckungsgefahr so gut wie gebannt ist.

Hepatitis C wurde 1989 entdeckt. Bluttests, die das Virus mit hoher Genauigkeit nachweisen können, gibt es erst seit 1992. Davor kam es zu Infektionen ohne dass die Betroffenen davon wussten. Durch verunreinigtes Spenderblut wurde das Virus übertragen. Auch bei Transplantationen kam es vor 1992 häufiger zu Ansteckungen, da Spenderorgane infiziert waren ohne dass man sich darüber bewusst war.

Heute werden Spenderblut und Spenderorgane vor dem Einsatz ausgiebig getestet, daher besteht in diesen Fällen keine Gefahr mehr. Die so genannte „Infusionshepatitis“ kommt heutzutage so gut wie gar nicht mehr vor.

Worauf bei der medizinischen Versorgung von Hepatitis C Patienten zu achten ist.

Sind die Leberschäden aufgrund einer Hepatitis C schon sehr weit fortgeschritten, kann es sein, dass der Patient / die Patientin eine Lebertransplantation benötigt. Bei Organtransplantationen gelten – wie bei allen anderen Operationen auch – die strengsten Hygienevorschriften. Wenn Sie im medizinischen Bereich tätig sind, müssen Sie alle Vorkehrungen treffen, um nicht mit infiziertem Blut in Kontakt zu kommen.

Das gilt auch für alle Angehörigen, die sich um die Nachsorge eines Hepatitis C Patienten kümmern.


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