Wie Hepatitis C behandelt wird

Hepatitis C kann nicht geheilt werden – dieser Mythos hält sich hartnäckig. Tatsache ist, dass eine Heilung möglich ist. Dank intensiver Forschung in den letzten Jahren und Jahrzehnten konnten die Therapiebedingungen entscheidend verbessert werden. Erfahren Sie, welche Therapieformen es gibt und was sie voneinander unterscheidet.

Die Fortschritte in der Therapie der chronischen Hepatitis C sind ebenso rasant wie bemerkenswert. So gelingt es mit neuen, nebenwirkungsarmen Therapien bei einer kurzen Therapiedauer die chronische Virusinfektion bei der überwiegenden Mehrzahl der Patienten dauerhaft auszuheilen und damit Spätkomplikationen hintanzuhalten. Diese Entwicklung ist einzigartig. Gegenwärtig sind in Österreich für die Therapie der chronischen Hepatitis C pegylierte- Interferon alfa, Ribavirin und eine Reihe von direkt antiviral wirksamen Substanzen zugelassen. Für die Auswahl des passenden Therapieregimes sind eine Reihe von Faktoren wie der HCV-Genotyp, Ausmaß der Leberschädigung, Gegenanzeigen, andere Medikamente, die eingenommen werden und Begleiterkrankungen zu beachten.

Welche Behandlung für Sie am besten passt, entscheidet individuell ihr behandelnder Arzt. Unter Umständen ist es möglich, dass Ihr Arzt vorerst von einer medikamentösen Behandlung absieht. Wichtig ist außerdem, dass Sie begleitend zur Therapie besonders auf einen gesunden Lebensstil achten.

Weitere Punkte zur Beachtung:

  • Eine erfolgreiche Therapie der chronischen Hepatitis C führt zu einer dauerhaften Ausheilung der Erkrankung, aber nicht vor einer neuerlichen Infektion.
  • Interferon freie Therapien ermöglichen die Behandlung von Patienten, die kein Interferon vertragen. Somit können Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung bzw. nach Lebertransplantation ebenfalls sehr gut behandelt werden.

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