Was bei einer Infektion im Körper geschieht.

Hepatitis C äußert sich meistens in sehr unspezifischen Symptomen – in vielen Fällen merkt der Betroffene auch gar nichts von der Erkrankung. Dennoch fängt das Virus nach einer Inkubationszeit von 7 bis 8 Wochen an, aktiv zu werden.

Wenn Sie sich mit Hepatitis C anstecken, passiert folgendes in Ihrem Körper:

  1. Das Virus heftet sich von außen an die Leberzelle an und dringt in sie ein.
  2. In der Leberzelle setzt das Virus seine Erbsubstanz (RNA) frei („Uncoating“). Die Leberzelle benutzt diese Erbsubstanz und wandelt sie in neue Eiweiße (Polyproteine) um.
  3. So genannte „Eiweiß-Scheren“ (Proteasen) zerteilen die Eiweiße in kleinere Teile und vermehren sie dadurch. Gleichzeitig vermehrt sich die Erbsubstanz des Virus.
  4. Die neu gebildeten Eiweiße verschmelzen mit der neu gebildeten Erbsubstanz – so bilden sich neue Viren.
  5. Diese Viren werden dann von der Leberzelle freigesetzt und befallen weitere Zellen. So zerstört das Virus systematisch die Zellen der Leber.

Je später die Diagnose erfolgt, umso weiter schreitet die Zerstörung der Leberzellen fort. Leberzirrhose oder Leberkrebs sind die möglichen Folgen, wenn eine Infektion nicht behandelt wird. Lesen Sie unter dem Punkt „Symptome und Verlauf“, wie sich das Virus äußern kann. Im Zweifelsfall lassen Sie sich testen!


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