Symptome und Verlauf

In den ersten 6 Monaten nach der Infektion spricht man von der akuten Phase von Hepatitis C. In manchen Fällen besiegt der Körper selbst die Viren, häufig jedoch wird die Infektion chronisch. Das passiert bei ca. 75 bis 85 Prozent aller Hepatitis C Virus Infizierten.

Akute Hepatitis C

Die Symptome

Wie merken Sie, wenn Sie an Hepatitis C erkrankt sind? Geht die Erkrankung mit „Gelbsucht“ einher? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen der akuten und chronischen Verlaufsform? Hier finden Sie einen Überblick über die möglichen Symptome und erfahren, warum gerade Hepatitis C als besonders tückische Erkrankung gilt.

Was das Tückische an Hepatitis C ist und wie sich eine Infektion mit dem Virus äußern kann. 

Hepatitis C ist eine oft schwer erkennbare Erkrankung: Nur 20% der Betroffenen spüren unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Fieber, Übelkeit und Bauchschmerzen. Das Virus kann sich sogar mehrere Jahre im Körper befinden und langsam die Leber schädigen, ohne dass man Beschwerden spürt.

Zu den Symptomen von Hepatitis C (sowohl akut als auch chronisch) gehören:

  • Fieber
  • Abgeschlagenheit 
  • Appetitsverlust
  • Übelkeit mit möglichem Erbrechen 
  • Bauchschmerzen mit möglichem Durchfall 
  • Dunkelfärbung des Urins 
  • Hellfärbung des Stuhls 
  • Gelenkschmerzen
  • „Gelbsucht“ (Gelbfärbung der Augen und / oder der Haut)

Akute und chronische Hepatitis C

Die Unterschiede

Von akuter Hepatitis C spricht man, wenn das Virus sechs Monate oder kürzer im Körper vorzufinden ist. Es ist möglich, dass das Immunsystem das Virus innerhalb dieser sechs Monate von selbst bekämpft und der Betroffene nichts davon merkt. Aber in ca. 4 von 5 Fällen kommt es zu einem chronischen Verlauf, der weitreichende Folgen wie Leberzirrhose oder -krebs haben kann. Je früher das Virus entdeckt wird, umso schneller können Sie den Krankheitsverlauf beeinflussen.

Wer sich testen lassen sollte

Wenn sich bei Ihnen einige oder alle dieser Symptome zeigen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt darüber – vor allem, wenn Sie mit Spritzen oder anderen Utensilien wie Manikür- oder Pedikürbedarf in Berührung gekommen sind, die Spuren von infiziertem Blut aufweisen könnten. Das könnte der Fall sein, wenn Sie einen Partner mit Hepatitis C haben, sich in einem Tattoostudio tätowieren oder piercen haben lassen und notwendige Hygienemaßnahmen unter Umständen nicht eingehalten wurden (weitere Infos unter dem Punkt Tattoostudio – ein Ort der Übertragung?) oder harte Drogen konsumiert haben (weitere Infos finden Sie unter dem Punkt Warum ein Ansteckungsrisiko bei Drogenkonsum besteht).

Chronische Hepatitis C

Die Symptome

Ab wann wird eine Hepatitis C chronisch? Äußert sich die chronische Verlaufsform anders als die akute? Kann eine chronische Hepatitis C auch zu anderen Erkrankungen führen, die nichts mit der Leber zu tun haben? Wir haben die wichtigsten Fakten zur chronischen Hepatitis C für Sie zusammengefasst.

Ab wann man von chronischer Hepatitis C spricht.

Heilt eine akute Hepatitis C nach sechs Monaten nicht ab, wird sie chronisch. Das passiert leider sehr oft: In ca. 85% der Fälle wird die Erkrankung chronisch.

Wie sich eine chronische Hepatitis C äußern kann.

Bei der chronischen Verlaufsform können dieselben unspezifischen, grippeähnlichen Symptome auftreten wie bei akuter Hepatitis C, unter anderem auch gar keine. Auch bei weiter fortgeschrittenen Leberschäden wie Leberfibrose oder –zirrhose merken manche Betroffene nichts von der Infektion.

Im Stadium der Zirrhose kann es zu folgenden Symptomen kommen:

  • Gerötete Handflächen
  • Rote spinnenförmige Äderchen im Gesicht oder auf dem Körper
  • Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum

Sollten sich diese Symptome bei Ihnen zeigen, suchen Sie Ihren Arzt auf.

Warum eine chronische Hepatitis C behandelt werden muss.

Die akute Verlaufsform heilt unter Umständen von selbst ab. Leider wird eine Hepatitis C in 4 von 5 Fällen chronisch. Das Virus bleibt im Körper und kann manchmal schneller oder langsamer Ihre Leber schädigen. Wenn keine Behandlung erfolgt, bleibt das Virus meist ein Leben lang im Körper. Schwerwiegende Folgen wie Leberfibrose, Leberzirrhose oder Leberkrebs können sich erst nach mehreren Jahren oder Jahrzehnten zeigen.

Folgeerkrankungen

Je länger das Virus im Körper ist, umso mehr Schaden kann es anrichten. Zu den Folgeerkrankungen, die nicht in erster Linie die Leber betreffen, gehören:

  • Diabetes mellitus
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Rheuma
  • Nierenleiden
  • Hauterkrankungen

Weil Hepatitis C weitreichende gesundheitliche Folgen haben kann, ist es wichtig, dass Sie alle Symptome, die darauf hinweisen, ernst nehmen und lieber einmal zu oft zum Arzt gehen. Insbesondere wenn Sie zusätzlich vor 1992 eine Bluttransfusion, Blutprodukte, blutgerinnende Medikamente oder eine Organtransplantation erhalten haben.


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