Der Krankheitsverlauf

Wenn Hepatitis C lange unerkannt bleibt und chronisch wird, kann es zu Langzeitschäden kommen. Wie die Erkrankung verlaufen kann und welche medizinischen Möglichkeiten sich in weiter fortgeschrittenen Stadien bieten, erfahren Sie hier.

Von der Infektion bis zum Leberkarzinom.

Hepatitis C ist eine Erkrankung, die langsam fortschreitet. Schwerwiegende Folgen wie Leberzirrhose oder Leberkrebs treten normalerweise erst nach 20 bis 30 Jahren auf. Im schlimmsten Fall verläuft eine Hepatitis C folgendermaßen:

  • Infektion: Nach einer Inkubationszeit von 7 bis 8 Wochen können sich die ersten Symptome zeigen. Es kann aber auch sein, dass sich die Infektion gar nicht bemerkbar macht und über die Jahre kontinuierlich Leberzellen zerstört. Das kann zu Leberfibrose führen.
  • Fibrose: Der Körper sorgt bei einer Fibrose dafür, dass abgestorbene Leberzellen durch Bindegewebe ersetzt werden. Solange die Blutgefäße in der Leber nicht betroffen sind, ist eine Fibrose ungefährlich.
  • Zirrhose: Wird die Fibrose nicht behandelt, entwickeln sich knotige Veränderungen und Narben, die die Leberarchitektur zunehmend zerstören: Eine Zirrhose entsteht. Im Verlauf büßt die Leber zunehmend ihre Fähigkeit ein, Giftstoffe aus dem Blut zu entfernen und für den Körper wichtige Substanzen zu produzieren. Bedingt durch die Umbauprozesse wird sie auch schlechter durchblutet. Es kann zu Flüssigkeitsansammlungen in der Bauchhöhle oder Magen-Darm-Blutungen kommen. Anzeichen für eine Zirrhose können rote Handflächen und durchscheinende Blutgefäße sein. Weitere Komplikationen die auftreten können falls der auslösende Prozess nicht gestoppt werden kann, sind Entwicklung eines hepatozellulären Karzinoms, innere Blutungen aus Krampfadern in der Speiseröhre und ein sogenanntes Leberkoma aufgrund Ausfall der Entgiftungsfunktion.
  • Leberkrebs: In vier Prozent der Fälle pro Jahr entwickelt sich aus einer Zirrhose Leberkrebs. Bei hohem Alkoholkonsum ist die Wahrscheinlichkeit, Leberkrebs (hepatozelluläres Karzinom) zu entwickeln, um einiges höher. Eine Lebertransplantation kann in diesem Fall Leben retten!

    Weil die Leber das einzige innere Organ ist, das wieder nachwachsen kann, ist unter ganz bestimmten Umständen auch die Zweiteilung einer Spenderleber oder eine Lebendspende möglich – darunter versteht man, dass einem Spender ein Teil der Leber entnommen wird, der dem Empfänger transplantiert wird. Die Leber des Spenders wächst wieder nach.

Je früher eine Infektion erkannt wird, umso besser lässt sie sich behandeln. Die Heilungschancen sind mittlerweile sehr gut!


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